AG Hannover 902 IN 691/25 -5-: Solera Sicherheitsdienst GmbH mit Eröffnung übertragen

Das Insolvenzverfahren über die Solera Sicherheitsdienst GmbH wurde am 01.1.2026 eröffnet. Mit Eröffnung des Verfahrens wurde der Geschäftsbetrieb einschließlich allerrund 60 Mitarbeiter auf die neugegründete Solera Sicherheitsdienst Service GmbH erfolgreich zu einem angemessenen Kaufpreis übertragen. Aus den Fehlern der Vergangenheit werde man lernen In der vorläufigen Insolvenzverwaltung wurde der Betrieb stabilisierend fortgeführt mit dem Ziel die Arbeitsplätze zu erhalten und auf einen neuen Unternehmensträger zu übertragen. Dabei war es der vorläufigen Insolvenzverwaltung ein Anliegen insbesondere zur Weihnachtszeit die Bewachung und Sicherung von Weihnachtsmärkten, militärischen Einrichtungen und Flüchtlingsunterkünften zu gewährleisten. Um so mehr freuen der Insolvenzverwalter, der geschäftsführende Gesellschafter und das neue Unternehmen, dass dies ohne großen Verlust an Aufträgen und sonstigen Einbußen gelungen ist. Gläubiger können voraussichtlich mit einer deutlichen zweistelligen Quote rechnen.

AG Pinneberg 71 IN 230 / 24: Verfahrensbegleitender Insolvenzplan angenommen

Am 01.07.2025 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen der

Manfred Klink

Vermietung & Verwaltung

eröffnet. Der Schuldner betreibt ein Immobilienunternehmen und einen Elektrobetrieb. Aufgrund eines Brandes und aufgrund kaufmännischer Mängel kam es bei der Verwaltung der eigenen 22 Immobilien einem Liquiditätsengpass und einer Zahlungsunfähigkeit. Die Insolvenzverwaltung hatte zuvor das Immobilieneigentum in der vorläufigen Insolvenzverwaltung strukturiert und den Betrieb fortgeführt. Im Verlauf des eröffneten Verfahrens wurde die Immobilienverwaltung weiter fortgeführt, um einen teilweisen und strukturierten Abverkauf einiger Immobilien vorzubereiten. Am 16.12.2025 hat die Gläubigerversammlung dem vom Insolvenzverwalter eingereichten verfahrensbegleiteten insolvenzplan genehmigt. Dieser sieht -auch aus steuerlichen Gründen- einen zeitlichen gestreckten (Teil-) Verkauf von Immobilien und einer Quote 100 & für ungesicherte Gläubiger und eine 100 % Befriedigung nachrangiger Gläubiger vor.

Wechsel

Wir möchten uns von unserem geschätzten Kollegen, Herrn Rechtsanwalt Frank Maurischat, für dessen Leistungen wir uns außerordentlich bedanken, verabschieden. Es war eine tolle Zeit. Frank hat nach jahrelanger Tätigkeit in einer Schuldnerberatung bei uns die Möglichkeit erhal-ten, sich weiterzuentwickeln. So hat er erfolgreich einen Fachanwaltskurs für Insolvenzrecht abgeschlossen und maßgeblich die Schuldnerberatung bei uns mitbetreut. Weiter hat er sich erfolgreich zum Fachanwalt für Arbeitsrecht fortgebildet, so dass ihm die Möglichkeit eröffnet wurde, sich engagiert anderen Aufgaben zuzuwenden.

Wir wünschen ihm viel Erfolg bei seiner neuen Aufgabe.

Zugleich teilen wir mit, dass die vakante Stelle in der Schuldnerberatung und im Arbeitsrecht nunmehr von Frau Lisa Schlüter wahrgenommen wird. Lisa ist seit 2023 als Rechtsanwältin tätig. Sie wird bei uns neben den miteingebrachten Tätigkeiten im Urheber- und Medienrecht, Wirtschaftsrecht sowie Arbeitsrecht die Schuldnerberatung und den Bereich Arbeitsrecht mit-verantworten.

Wir freuen uns sehr über den weiblichen Zuwachs sowie auf die Zusammenarbeit.

Insolvenzantragsverfahren der Sicherheitsdienst Solera GmbH

Das Amtsgericht Hannover hat in dem Insolvenzantragsverfahren der Sicherheitsdienst Solera GmbH die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet und Herrn Rechtsanwalt Henning Sämisch zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt. Bei der Sicherheitsdienst Solera GmbH handelt es sich um ein Unternehmen im Sicherheitsgewerbe, welches Sicherheitsdienstleistungen, u.a. auf einem NATO-Stützpunkt, bei der Bundeswehr u. sonstigen militärischen Einrichtungen und Flüchtlingsunterkünften erbringt. Das Unternehmen ist zu schnell gewachsen und so in die Liquiditätsklemme geraten. Aufgabe in der vorläufigen Insolvenzverwaltung wird es sein, über die Insolvenzgeldvorfinanzierung die Löhne der 66 Mitarbeiter bis einschließlich Dezember zu sichern. Dabei erfolgt die Betriebsfortführung kooperativ mit dem Geschäftsführer, um eine übertragende Sanierung vorzubereiten. Wir sind zuversichtlich, dass dies, auch wegen des erheblichen Interesses am Markt, gelingen wird.

Witte Barskamp GmbH & Co. KG, Bleckede/Elbe, Begleitung der Eigenverwaltung als Generalbevollmächtigter

Das Traditionsunternehmen Witte Barskamp GmbH & Co KG hat beim Amtsgericht Lüneburg einen Insolvenzantrag gestellt. Zugleich wurde ein Antrag auf Anordnung der vorläufigen Eigenverwaltung eingereicht, welchem das Gericht unter dem AZ 47 IN 64/24 mit Beschluss vom 06.12.2024 entsprochen hat. In dem Verfahren wird das Unternehmen federführend unterstützt durch den Sanierungsexperten Herrn Rechtsanwalt Dr. Andreas Henkel als Generalbevollmächtigten und sein Team bestehend aus den Sanierungsexperten Rechtsanwalt Henning Sämisch und Rechtsanwalt Veit Schwierholz aus der Kanzlei SHNF in Hamburg. Als vorläufigen Sachwalter, der die Geschäftsführung überwacht, hat das Gericht Herrn Rechtsanwalt Hendrik Könemann aus Lüneburg bestellt. Grund für das Verfahren sind insbes. die aktuellen und vergangenen Schwierigkeiten in der Automobilwirtschaft. Seit dem Jahr 2024 ist es zu einem Umsatzrückgang von ca. 40 % gekommen, der in den letzten Monaten ein bedrohliches Ausmaß erlangte.

Der Geschäftsbetrieb wird uneingeschränkt fortgeführt, bestehende und neue Aufträge werden wie gewohnt bearbeitet. Durch das Sanierungsinstrument des Insolvenzgeldes hat das Unternehmen nun die Möglichkeit, beginnend im Dezember für bis zu 3 Monate unter Vorfinanzierung von Insolvenzausfallgeld in Ruhe zu arbeiten. Zuvor wurde bereits im Sommer eine Suche nach Investoren/Nachfolgern angestoßen, die nunmehr forciert wird, um das Unternehmen dauerhaft und nachhaltig zu erhalten. Aufgrund der Modernisierungsmaßnahmen, die in den letzten zwei Jahren schon umgesetzt wurden, ist die Witte Barskamp GmbH & Co KG für die Zukunft gut aufgestellt. 

Die Gesellschaft ist in drei Geschäftsbereichen tätig: Der größte Bereich umfasst die Entwicklung, Produktion und Installation von modularen Spannsystemen aus Aluminium, vorrangig für die Automobilindustrie und deren Zulieferer. Die Produktpalette wird ergänzt durch vollautomatisierte, verfahrbare Messplatten sowie Zuführ- und Beladetechnik für Messmaschinen. Daneben werden Vorrichtungen der Vakuumspanntechnik insbes. für den Werkzeugmaschinen- und allgemeinen Maschinenbau, die Holzverarbeitung, die Medizintechnik oder die Halbleiterproduktion produziert. Für den Flugzeugbau fertigt die Witte GmbH & Co KG Bauteile aus Aluminium. Beschäftigt werden aktuell 187 Mitarbeiter/innen, davon 17 Auszubildende. Das Unternehmen hat eine Bilanzsumme von 15,8 Mio. EURO und hatte zuletzt ein Umsatzvolumen von rund 25 Mio. EURO.

Die Geschäftsführung um Jens Düffert sieht insbesondere Expansionspotential im Bereich der Medizintechnik und auch der Rüstungsindustrie. Vor diesem Hintergrund sind die Beteiligten zuversichtlich, eine nachhaltige und tragfähige Investorenlösung für einen erfolgreichen Neustart zu finden. Die Tochtergesellschaften in den USA und Singapur sind nicht betroffen.

Insolvenzverwalter Veit Schwierholz verstärkt SHNF

SHNF erweitert sich! Wir freuen uns mitzuteilen, dass uns der erfahrene Kollege, Insolvenz-verwalter und Fachanwalt für Insolvenz- und Sanierungsrecht Veit Schwierholz mit Team seit Oktober in Hamburg verstärkt. Rechtsanwalt Veit Schwierholz ist seit mehr als 25 Jahren im Bereich des Konkurs- und Insolvenzrechts tätig und wird von Gerichten in Hamburg, Nieder-sachsen und Schleswig-Holstein zum Insolvenzverwalter bestellt. Er gehörte viele Jahre zu den meistbestellten Insolvenzverwaltern in Deutschland und besitzt zudem eine besondere Expertise im Bereich der Insolvenz von Fondsgesellschaften der maritimen Wirtschaft. Ziel der Zusam-menarbeit ist die Erweiterung der Expertise, die Nutzung von Synergieeffekten und die Verbrei-terung unseres Teams um die Insolvenzverwalter Dr. Andreas Henkel und Henning Sämisch, um weiterhin auch größere Projekte, sei es als Insolvenzverfahren oder als Eigenverwaltungs-verfahren, bestmöglich bewältigen zu können. SHNF beschäftigt aktuell rd. 30 qualifizierte Mit-arbeiter. Die Insolvenzverwalter werden an verschiedenen Standorten von rd. 20 Gerichten in Insolvenzverfahren bestellt.

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